Projektschreibung „Inside out“ – Praxisprojekt der LAG Jungenarbeit NRW 2026
Praxisprojekt 2026: Inside Out
Projektschreibung „Inside out“ – Praxisprojekt der LAG Jungenarbeit NRW 2026
Kurzfassung
Dieses Projekt zielt darauf ab, die Sozialkompetenz von Jungen* zu stärken und sie gleichzeitig für Klassenfragen und Prekarität zu sensibilisieren. Es möchte die Jungen* empowern, um sich der Herausforderungen und Diskriminierungen bewusst zu werden, die mit Klassenzugehörigkeit, Armut und sozialem Status verbunden sind. Darüber hinaus ermöglicht es ihnen, durch gemeinsame Aktivitäten und Austausch Solidarität und Zivilcourage anzuregen, um ein besseres Verständnis für den „Anderen“ zu entwickeln.
In dem Projekt ist es uns wichtig, dass Klassismus und Diskriminierung thematisiert werden und Solidarität im Vordergrund steht. Das kann sich in konkreten Aktionen wie einer Spendenaktion, einem Flohmarkt oder gemeinsamem Kochen zeigen, aber auch in abstrakteren Formaten wie Theater- oder Gesellschaftsspielen.
Direkte Zielgruppen oder “Für wen ist das Projekt gedacht”?
- Jungen* und junge Männer* in Armutsverhältnissen oder solche, die von anderen Formen sozialer Benachteiligung betroffen sind.
- Zielregion: Nordrhein-Westfalen.
Dauer: 6 bis 12 Wochen.
Indirekte Zielgruppen oder “Was wir suchen”?
- Kooperationspartner*innen aus Einrichtungen und Trägern aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendhilfe und der Schulsozialarbeit, die das Projekt in ihrer Einrichtung umsetzen und dabei eng mit uns zusammenarbeiten.
Das Problem
- Viele junge Menschen, die in Armutsverhältnissen leben, sehen sich mit den Herausforderungen von Klassismus, Rassismus und Diskriminierung aller Art sowie den Anforderungen von Männlichkeitsbildern konfrontiert.
- Hinzu kommt ein Identitätsproblem, das häufig zur Abwertung anderer oder zu innergrupplichen Konflikten führt, indem versucht wird, den ihnen auferlegten unerwünschten Status zurückzuweisen.
- Diese Form des Alltagslebens wird oft durch eine Biografie erschwert, die von traumatischen Belastungen geprägt ist.
- Die mangelnde gesellschaftliche Teilhabe kann jungen Menschen den Eindruck vermitteln, dass sie kein Mitspracherecht haben, wenn es um Themen wie Politik, Armut und andere für sie wichtige Fragen geht.
Unsere Lösung
- Aufbau eines Projekts, das Jungen* und junge Männer* die Möglichkeit gibt, sich zu treffen und sich in einem geschützten Raum auszutauschen.
- Mit professioneller Begleitung diesen Jungen* ermöglichen, an politischen und sozialen Debatten zu Themen teilzunehmen, die ihr Leben direkt betreffen, wie Armut, Klassismus, Rassismus, usw.
- Durch gemeinsame Aktionen und Formen des Teilens, junge Menschen für Zivilcourage und Solidarität sensibilisieren.
- Mit einem ressourcenorientierten Ansatz, die Dialogfähigkeit junger Menschen stärken, indem ihnen gezeigt wird, wie sie ihre Bedürfnisse besser ausdrücken und Hilfe einfordern können, ohne sich dabei herabgesetzt zu fühlen.
Evaluationsprozess
- kleine Umfrage unter den Beteiligten, um deren Feedback zu bekommen.
- Auswertung: Die Ergebnisse werden systematisch analysiert und verdichtet, um Rückschlüsse über die Wirkungen und mögliche Verbesserungen zu ziehen.
- Transfer und Dissemination: Nach Abschluss der Projektphase wird ein Magazin erstellt, das Good-Practice-Beispiele dokumentiert und öffentlich zugänglich macht. Dieses Magazin dient sowohl der Sichtbarmachung der Projekterfolge als auch der Anregung für andere Einrichtungen.
Nächste Schritte & Zeitplan
- Der konkrete Zeitplan wird nach Rückmeldung der potenziellen Kooperationspartner*innen erstellt. Es ist jedoch erwünscht, dass die Projekte vor den Sommerferien beginnen.
- Die einzelnen Schritte sowie ein verbindlicher Zeitrahmen werden transparent kommuniziert, sobald die Rückmeldungen vorliegen.
Mitmachen / Kontakt
Gabaël Aluc,
Bildungsreferent der LAG-Jungenarbeit NRW
gabael.aluc@lagjungenarbeit.de 015156321373